Podiumsdiskussion „Ehemaliger Neonazi packt aus!“


Die Hochschulgruppe der Friedrich Ebert Stiftung veranstaltet am Mittwoch, den 8.2. um 18:00 im H24 eine Podiumsdiskussion mit einem Aussteiger aus der Neonazi-Szene:

Manuel Bauer diskutiert mit Thomas Witzgall und Günther Kohl über die Strukturen und Gefahren der Rechten Szene
Teilnehmer:
Manuel Bauer von EXIT-Deutschland
Thomas Witzgall von Endstation Rechts
Günter Kohl vom Bündnis für Demokratie und Toleranz

Moderation
Harald Zintl, Leiter des Regionalbüros
Nina Sichler, Hochschulgruppensprecherin der FES


Manuel Bauer war Chef der „Wehrsportgruppe Racheakt“ und Mitbegründer des „Bundes Arischer Kämpfer“. Er genoss es, in jungen Jahren Angst und Schrecken zu verbreiten. Heute erzählt er: „ Früher dachte ich, ich sei ein Held. Heute muss ich sagen: ich war ein A…loch“.
Als er von „Kameraden“ verprügelt wurde, weil er ihnen angedeutet hatte, vielleicht auszusteigen, und ihm zwei Türken zu Hilfe gekommen waren, geriet sein Weltbild ins Wanken. Die vermeintlichen Feinde standen ihm bei, die vermeintlichen Freunde ließen ihn fallen (aus stern.de). Er zeigt nun in Vorträgen in der Öffentlichkeit und in Schulen ganz persönlich Irrtümer und deren Folgen auf.

Thomas Witzgall ist Beobachter und Autor für „Endstation Rechts. Bayern“ das Informationsportal über Neonazis und Rechtsextremismus in Bayern .Er kennt die Strukturen und Köpfe der Neonazi-Szene in Bayern und berichtet regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen.

Günter Kohl ist als ausgebildeter Gymnasiallehrer seit 26 Jahren am Beruflichen Schulzentrum Oskar-von-Miller Schwandorf tätig. Seit vielen Jahren gestaltet er Projekte zur Prävention rechter Gewalt, die mehrfach mit Preisen bedacht wurden. Von 2003 –2006 leitete er das gemeinsam mit Partnerschulen in Italien und Österreich gestaltete Schulentwicklungsprojekt „Rechte Gewalt und ihre Prävention“, das 2007 vom Bayerischen Kultusministerium anlässlich der Initiative „Werte machen stark“ ausgezeichnet wurde. Er selbst erhielt 2003 die Ehrung „Einspruch wagen! – Preis für Zivilcourage“ der Internationalen Katholischen Friedensorganisation pax christi. 2009 wurde ihm in Regensburg der „Hans-Weber-Preis für Demokratie und Toleranz“ verliehen. Er wurde im Jahr 2009 vom Bayerischen Kultusministerium gemeinsam mit einer Kollegin zum Regionalbeauftragten für Demokratie und Toleranz an der Staatlichen Schulberatungsstelle für die Oberpfalz berufen.

Wir setzen uns dafür ein, dass sich rechtsextreme Ideologie und Organisationen nicht weiter ausbreiten. Vor allem junge Menschen sollen lernen, souverän und kritisch damit umzugehen.

Anmeldung bis zum 7.Februar 2012 unter

Telefonnummer 0941 / 467 18 95 oder regensburg@fes.de oder Fax: 0941 / 795613

* EXIT-Deutschland ist eine Initiative, die Menschen hilft, die mit dem Rechtsextremismus brechen und sich ein neues Leben aufbauen wollen. Zugleich setzt sich EXIT mit der Vorstellungswelt und dem Verhalten von Rechtsextremisten auseinander. Dabei stützt man sich auf die Werte von persönlicher Freiheit und Würde. EXIT ist ein Bestandteil der Initiative des stern – Mut gegen rechte Gewalt.

Die VeranstalterInnen behalten sich vor, von Ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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